“Die stille Revolution”

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Gerade komme ich aus einer Vorstellung des neuen Dokumentarfilms „Die stille Revolution“, laut Website „Der Kinofilm zum Kulturwandel in der Arbeitswelt“. Womit auch schon gesagt wäre, worum es ging.  

Auf diesen Film war ich tatsächlich schon neugierig, seit ich den Trailer das erste Mal gesehen habe, und das war irgendwann im Herbst 2017. Schade nur, dass die Vorstellungen relativ rar gesät sind – hier in Erlangen läuft er noch am 09. und 10.04.2018 um 16:00 im Lamm. Keine sehr arbeitnehmerfreundliche Zeit. 

Besonders schade, weil eigentlich sowohl Arbeitnehmer, als auch Führungskräfte diesen Film unbedingt sehen sollten. Er erzählt die Geschichte des Unternehmens „Upstalsboom“, das sich primär mit Hotes und Ferienwohnungen beschäftigt. Und von einer Mitarbeiterumfrage, die ein für die Unternehmensführung ziemlich unerfreuliches Ergebnis brachte. 

Wie dann das Unternehmen, der Unternehmer, die Führungskräfte, die Mitarbeiter damit umgingen, das erzählt der Film auf eine sehr beeindruckende Weise. 

Zur Sprache kommen aber auch Wissenschaftler, Berater, Coaches, Politiker und andere, die sich mit dem Thema „Arbeit der Zukunft“ beschäftigen. Und während sie den Unterbau liefern, zeigt die Geschichte von Upstalsboom, wie das in der Realität aussehen kann. 

Was für mich aber das Bedeutendste an diesem Film ist: Er macht klar, dass die Arbeitswelt der Zukunft – insbesondere in einer Wissensgesellschaft wie der unsrigen – den Menschen dienen muss. Nicht umgekehrt, wie es heute der Fall ist. Er macht klar, dass die Veränderung in jedem von uns – sei er Mitarbeiter, Führungskraft oder Eigentümer – beginnen muss. Und er macht klar, dass diese Veränderung bedeutet, dass der Mensch wieder Mensch sein darf, mit allen seinen Bedürfnissen. 

Denn wenn der Mensch als solcher wertgeschätzt wird, wenn ihm auf Augenhöhe begegnet wird, wenn Unternehmen als lebende Organismen verstanden werden, die einer ständigen Veränderung unterworfen sind, wenn die Leistung der Menschen in der GuV nicht als Kosten, sondern als Gewinn erscheint, dann sind Umsatz und Gewinn Folge dieser Entwicklung, und nicht deren Zweck und Ziel. 

Wenn du, geneigter Leser, der Meinung bist,  diese Veränderung ist es wert, selbst aktiv zu werden, dann fang an: frag’ deinen Kinobetreiber, ob er den Film ins Programm nimmt, ob es Sondervorstellungen für deine Abteilung geben kann, bring die Leute aus deinem Umfeld in diesen Film! Das Warten hat sich gelohnt!

(Photo by Ian Schneider on Unsplash)

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